Einsatzgeschehen 2018


Am späten Montagabend wurden die Bergwacht-Alarmbereitschaften Bad Schandau und Sebnitz, sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 62“ aus Bautzen zu einem Kletterunfall in der Südwand am Rauschenstein im Schmilkaer Gebiet alarmiert.
Ein Kletterer war nach einem Griffausbruch ca. 15m in eine Spalte gestürzt und klemmte ansprechbar mit Schulter und Kopfverletzungen in dieser fest. Sein Begleiter, welcher vom Ring aus sicherte, konnte einen Notruf absetzen und sich anschließend zu seinem Kletterkameraden abseilen.
Aufgrund der voran geschrittenen Uhrzeit wurden 3 Bergwachtkameraden samt Einsatzmaterial in mehreren Anflügen vom Hubschrauber per Seilwinde in die Spalte abgeseilt. Nach der Erstversorgung wurde der Patient per Flaschenzug aus der Spalte befreit und anschließend mit dem Rettungshubschrauber aus dieser ausgeflogen.
Die Bergwachtkameraden seilten dann mit dem Begleiter des Verletzen ab und brachten diesen sicher zum Boden.
Dies ist bereits der 32. Alarmeinsatz an einem Wochentag für die Bereitschaften Bad Schandau und Sebnitz.

Die Bereitschaft Bad Schandau wurde am späten Nachmittag an die „Waitzdorfer Aussicht“ gerufen.
Hier verlor eine 81 jährige Frau auf schrägem Fels das Gleichgewicht und stürzte ca. 10 Meter in eine Spalte.
Der Aufprall wurde durch eine weiche Laub- und Humusschicht zwar etwas gedämpft, sie zog sich dennoch schwere Verletzungen am Rücken, den Rippen, der Lunge und im Gesicht zu.
Zusammen mit dem Rettungsdienst versorgte der Bergwachtarzt die Patientin.
Nach der Landung des Rettungshubschraubers „Christoph 62“ aus Bautzen, auf einer nahegelegen Wiese, unterstütze der an Bord befindliche Notarzt die Behandlung.
In der Zwischenzeit bauten wir zwei Flaschenzüge, für die Rettung der Patientin auf und bereiteten die Lagerung vor.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse war die Lagerung auf der Vakuummatratze und in der Korbtrage erschwert.
Nachdem die Patientin für den Abtransport vorbereitet war, konnten wir Sie mittels Flaschenzug aus der Spalte retten und zum Hubschrauber transportieren.
Dieser flog die Patientin zur weiteren Versorgung in ein Dresdner Krankenhaus.


Während des Dienstwochenende im Bielatal wurde die Bereitschaft Bad Schandau zu einem Einsatz am Rauenstein gerufen. Die fünfköpfige Einsatzmannschaft traf vor Ort auf eine Wandergruppe. Die Patientin war beim Abstieg auf der langen Stiege, auf der letzten Stufe ins Taumeln gekommen und gestürzt.
Die Kameraden der Bereitschaft führten einen Bodycheck durch und versorgten den verletzten Fuß.
Der Abtransport konnte wegen des aufziehenden Gewitters nicht mit dem Hubschrauber erfolgen. Somit wurden verschiedene Möglichkeiten für den Abtransport geprüft. Schließlich wurde die Patientin über einen schrägen Hang zum RTW transportiert.

Zur Mittagszeit ging eine Nachforderungsauftrag vom Rettungsdienst bei der Bereitschaft Bad Schandau ein. Wir wurden zu einer älteren Frau gerufen, die bei einer Wanderung über die „Alte Festungsstraße“ zur Festung Königstein gesundheitliche Probleme bekommen hatte.
Mit unserem geländegängigen Einsatzfahrzeug fuhren wir zur Patientin, lagerten sie auf unserer Korbtrage und transportierten sie zum Rettungswagen am oberen Ende der Festungsstraße.
Durch die Quadbesatzung wurde der Notarzt eingewiesen und zum Rettungswagen geleitet.
Auf der Fahrt zurück zur Wache ging der nächste Einsatz ein.

Ein Urlauber aus Berlin war die "Sandreiße" vom Mittelwinkel zum Kletterfels "Tante" aufgestiegen. Im Weg rutschte er an einer kleinen Kletterstelle weg und kugelte sich dabei den Arm aus.
Seine Begleiter halfen ihm das letzte Stück nach oben und setzten den Notruf ab.
Eine reichliche halbe Stunde später trafen wir bei dem Patienten ein und führten die Erstuntersuchung durch.
Gleichzeitig wurde eine Sicherung für den im Anflug befindlichen Notarzt vorbereitet, welcher an der Winde zum Patienten abgelassen wurde.
Zusammen mit dem Notarzt erfolgte die Weiterbehandlung des Patienten sowie die Lagerung und Transportvorbereitung.
Nach einem kurzen Transport wurden erst der Notarzt und danach der Patient mit Luftretter an der Winde zum Hubschrauber hinauf gezogen.
Der Rettungshubschrauber flog den Patienten dann weiter in die Klinik.  Der Luftretter wurde zuvor auf der Wildwiese wieder abgesetzt.

Die Bereitschaft Bad Schandau bereitete sich auf ein anstrengendes Dienstwochenende vor. Bei sonnigem Wetter wurde nur die Bereitschaftshütte (Rettungswache) im Bielatal besetzt.  Für die Rettungswache in Rathen fand sich keine Besetzung.

Zum Glück ereignete sich an diesem Wochenende nur ein Unfall am Sonnenturm im Bielatal.
Die Bereitschaft bekam gegen 16:30 Uhr die Alarmierung, dass am Sonnenturm eine Person abgestürzt sei. Der Mann war am Südweg klettern. Dabei brach in ca. 8 m Höhe ein Griff aus. Dieses Ereignis führte zum Absturz. 
Die Kameraden der Bereitschaft Bad Schandau fanden den Patienten am Wandfuß vor. Hier erfolgten auch die medizinischen Erstmaßnahmen (Bodycheck und Erfassen der Vitalwerte).  Da der Patient über starke Schmerzen im Beckenbereich klagte, wurde eine Beckenschlinge angelegt. Zudem wurden Schürfwunden versorgt und vorsorglich der Hals mittels Stifneck stabilisiert.
Der Abtransport aus dem steilen Gelände erfolgte in der Korbtrage. Der Aufbau der Abseilstelle war schnell erledigt, und der Patient wurde bis zum Weg abgelassen. Bei der Tragearbeit, ca. 400 m einen schmalen Weg entlang, wurden wir durch Helfer und auch durch den Notarzt unterstützt. Auf dem Weg erfolgte auch die Übergabe an den Notarzt. Dieser war inzwischen mit dem Hubschrauber Christoph 62 aus Bautzen eingeflogen worden. 
In Höhe "Verlassene Wand" wurde der Verletzte in das Bergwachtfahrzeug geladen und bis zum Hubschrauber am Glasergrund gefahren. Durch den Christoph 62 erfolgte auch der Transport in eine Dresdner Klinik.

Im Einsatz war die Bereitschaft Bad Schandau mit 6 Kameraden, dem Bergwachtfahrzeug aus Pirna sowie dem Bergwachtquad. Unterstützt wurde die Bergwacht von einigen Helfern. Vielen Dank dafür! 

Da die Bergwacht ein Ehrenamt ist, ist es umso schöner, wieder einem Menschen geholfen zu haben. Dies erreichen wir vor allem durch Kameradschaft als auch durch die unzähligen Helfer!


Ein Junge aus Gera spiele im Wald und war hinter der „Johanniswacht“ beim Bauen einer „Bude“.
Bei einem unvorsichtigen Schritt stürzte er rückwärts ca. 3-4 Meter im felsigen, gestuften Gelände ab.
Eine Rettungswagenbesatzung, welche gerade zu einem anderen weniger dringlichen Einsatz im Bielatal unterwegs war, wurde nach dem Absetzen des Notrufes gleich umgelenkt und konnte somit recht schnell die medizinische Versorgung durchführen.
Zeitgleich mit der Bergwacht-Bereitschaft Bad Schandau traf auch der Notarzt vom Rettungshubschrauber „Christoph 62“ im Bielatal ein und wir stiegen gemeinsam zum Patienten auf.
Nach unserem Eintreffen unterstützten wir die Rettungswagenbesatzung bei der Versorgung und lagerten den Jungen im Bergesack auf der Vakuummatratze.
Aufgrund seiner Verletzungen entschieden wir uns für einen Windeneinsatz als Abtransport.
Nach dem Umladen des Patienten in den Hubschrauber wurde dieser zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus nach Dresden geflogen.

Alarmierung 16:32 Uhr zum Wanderunfall. Unfallort, im unteren Teil des Bergsteiges, ca. 200 m oberhalb von Schmilka. Eine Wanderin, 44 Jahre, einer Wandergruppe aus Potsdam, kam infolge glatten Untergrundes (Laub und feuchtes Gestein) ins Rutschen, knickte dabei um und stürzte. Parallel wurde der Rettungsdienst aus Bad Schandau alarmiert, der beim Eintreffen die Erstversorgung übernahm.
Bei deutlicher Fehlstellung bestand der Verdacht auf eine Fraktur des Sprunggelenkes links. Aufgrund der Schmerzsymptomatik wurde noch ein bodengebundener Notarzt hinzugezogen. Die Fraktur wurde durch den Rettungsdienst mit einer Vakuumschiene stabilisiert und die Patientin bekam eine Infusionslösung und Schmerzmittel verabreicht. Anschließend erfolgte der Transport durch die Bergwacht-Bereitschaft im Bergesack und mit der Korbtrage zum RTW.

Im Einsatz waren 7 Kameraden der Bergwacht Bad Schandau. Einsatzende 18:10 Uhr.


Ein 54 jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfahlen hatte die „Häntzschelstiege“ begangen und war im Abstieg über die „Wilde Hölle“ zurück zu seinem Auto, als er mit seinem Fuß umknickte.
Die Kameraden der Bergwacht Bad Schandau eilten dem Patienten zur Hilfe, schienten sein Bein und bereiteten ihn mit der Lagerung im Bergesack für den Abtransport mittels Hubschrauber und Winde vor.
Der Notarzt holte den Patienten mit der Winde an Bord des Hubschraubers, womit er ohne Zwischenlandung in ein Dresdner Krankenaus geflogen wurde.

Zum frühen Nachmittag bekam die Bereitschaft der Bergwacht den Einsatzalarm.
Ein 62 jähriger Urlauber wollte die Schwedenlöcher emporsteigen. Als er in etwa der Hälfte des Weges war, war sein Kreislauf ins Ungleichgewicht geraten, wodurch er seinen Aufstieg nicht mehr fortsetzten konnte.
Der zuvor alarmierte Rettungsdienst stellte beim Eintreffen fest, dass ein Abtransport mit den Mitteln des Rettungsdienstes nicht möglich sein würde. Deshalb wurde die Bergwacht zu den Schwedenlöchern nachgefordert.
Als die Kameraden am Einsatzort eintrafen, musste der Patient in die Korbtrage auf der Vakuummatratze im Bergesack gelagert werden. Damit wurde zudem erreicht, dass der leicht unterkühlte Patient, wieder erwärmt wurde.
Beim Abtransport trugen bzw. schoben und zogen wir den Patienten durch die Engstellen des Weges und transportierten den Verletzten schließlich zum Rettungswagen.
Der Patient bedankte sich schon erfreulicherweise am Folgetag persönlich für die Rettung.
 
Wanderer fanden am Nachmittag einen bewusstlosen Mann, welcher im oberen Teil der „Heiligen Stiege“ auf dem Wanderweg lag.
Nach Eintreffen vor Ort führten die Bergwächter der  Bereitschaft Bad Schandau die Erstuntersuchung durch, sicherten die Sauerstoffversorgung, lagerten den Patienten auf der mitgebrachten Vakuummatratze im Luftrettungs-Bergesack und überwachten die Vitalfunktionen bis zum Eintreffen des Hubschrauber-Notarztes.
Der Notarzt wurde mittels Winde in der Nähe des Einsatzortes abgesetzt und führte weitere Untersuchungen durch. Dabei stellte er einen traumatischen Pneumothorax (Luftansammlung im Brustkorb) fest. Für erweiterte Kontrollen der Vitalfunktionen wurde ein mobiles Überwachungsgerät angeschlossen und der Patient für den Abtransport an der Winde des Rettungshubschraubers vorbereitet.
15 Minuten nachdem der Patient vom Unfallort geborgen wurde, konnte er in einem Dresdner Krankenhaus untersucht werde, wobei noch eine Beckenverletzung festgestellt wurde.
Wie es zu den Verletzungen kommen konnte, ist bisher noch nicht geklärt.
 
Heute wurde die Bereitschaft der Bergwacht mit Sitz in Bad Schandau zum Nachmittag an den „Großen Lorenzstein“ gerufen. Dort war ein 38 jähriger Kletterer aus ca. 6 m Höhe aufgrund eines Griffausbruches abgestürzt. Da er keine Zwischensicherung gelegt hatte, stürzte er bis zum Boden und zog sich dabei Verletzungen am Rücken zu.
Nach der Erstuntersuchung wurde der Patient auf der Vakuummatratze stabil gelagert. Der Abtransport vom Unfallort erfolgte mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 62“ und dessen Winde. Nach einer Zwischenlandung in Ottendorf bei Sebnitz, wurde der Verletzte weiter in ein Krankenhaus nach Dresden geflogen.

Am Ostermontag benötigte ein 39 jähriger die Hilfe der Bergwacht Bad Schandau. Er war zur Schrammsteinaussicht hinaufgestiegen und wollte kurz unter der Aussicht Fotos machen. Dabei bekam er Knieprobleme, sodass er nicht mehr weiter wandern konnte.
Die Kameraden der Bergwachtbereitschaft stiegen zu dem Verletzten auf, schienten das Knie und bereiteten ihn für den Abtransport mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 62“ vor. Nach Windenrettung flog der Rettungshubschrauber den Patienten dann  in ein Dresdner Krankenhaus.

Zeitgleich zu dem vorherigen Einsatz hatte ein 15 jähriger in der Nähre der Breiten-Kluft-Aussicht ein Geländer bestiegen, wobei er von diesem herunter stürzte. Bei dem Sturz zog er sich eine Knieverletzung zu, wodurch er nicht weiter laufen konnte.
Wir teilten die Einsatzkräfte auf und entsandten die Quad-Besatzung zu dem Patienten. Bei der Einsatzabwicklung unterstützen uns noch weitere Kameraden, welche zufällig gerade in der Nähe waren.
Das betroffene Knie des Patienten wurde geschient. Der Abtransport erfolgte dann mit dem Quad bis zum Übergabepunkt, wo der Rettungsdienst bereits wartete.


Am Ostersonntag wurde die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau als Tragehilfe nach Naundorf gerufen. Auf dem Malerweg wurde ein 55 jähriger Wanderer durch den Rettungsdienst reanimiert. Unsere Aufgabe sollte es sein, den Patienten vom Notfallort zum Rettungswagen zu transportieren.
Leider waren die Bemühungen des Rettungsdienstes ohne Erfolg, so dass wir noch während der Anfahrt von der Leitstellen zurück zu unserer Wache beordert wurden.

Am Karfreitag alarmierte uns die Leitstelle in Dresden, weil sich eine 58 jährige Frau auf einem schlammigen Wegstück das Sprunggelenk verletzt hatte. Sie kam vom Rauenstein und wollte weiter nach Wehlen, als sie sich auf dem rutschigen Untergrund die Verletzung zuzog.
Mit den Fahrzeugen der Bereitschaft Bad Schandau war es möglich, bis zum Unfallort zu gelangen. Dort unterstützten wir den vor Ort befindlichen Rettungsdienst bei der Versorgung der Patientin. Mit unserem Geländewagen transportierten wir sie dann nach Weißig, wo eine unkomplizierte Umlagerung möglich war.

Wieder zur Mittagszeit ging ein Einsatzalarm ein. Eine 40 jährige Urlauberin hatte die „Heilige Stiege“ bei Schmilka erklommen und sich beim Sprung über eine kleine Spalte (zum Fotografieren) das Knie verletzt.
Eine halbe Stunde später war die Bergwacht Bereitschaft vor Ort und konnte ihr lädiertes Knie schienen. Mit Unterstützung des Rettungshubschraubers „Christoph 62“ wurde die Frau mittels Winde vom Unfallort ausgeflogen.


Auf dem Rückweg zur Wache wurden wir die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau erneut alarmiert. Unweit vom ersten Einsatzort, im Zustieg zum Carolafelsen, hatte sich ein 29 jähriger Urlauber das Sprunggelenk gebrochen. Durch den kurzen Anmarsch war eine schnelle Versorgung möglich. Nachdem der Rettungshubschrauber wieder frei war, konnte auch dieser Patient mittels Winde vom Unfallort ausgeflogen werden.


Gegen Mittag wurde die Bergwacht zu einem Absturz an den Pfaffenstein gerufen. Bei der Abgestürzten handelte es sich um eine 14 jährige Hündin, welche unangeleint auf dem Pfaffenstein mit ihrer „Familie“ unterwegs war. Das Tier war plötzlich einfach weggelaufen. Die Besitzer konnten die Hündin später am Wandfuß des Pfaffensteines ausmachen. Dort konnte die Bereitschaft Bad Schandau die Hündin nur noch tot bergen.

Am Sonntag den 11.03.2018 wurde die Bergwacht vom Rettungsdienst nachgefordert.
Ein Mann aus der Lausitz war auf dem Wanderweg „Schindergraben“ bei Hohnstein unterwegs,
als er auf einer vereisten Stelle ausrutschte.
Beim Sturz zog er sich eine schwere Schnittverletzungen am Bein zu.
Da der Patient bereits durch den Notarzt und die Rettungswagenbesatzung medizinisch
versorgt worden war, kümmerte sich die Bereitschaft Bad Schandau um den Abtransport des Patienten mittels Korbtrage.

Die Fachberater der Bereitschaft Bad Schandau wurden am Nachmittag des 02.03.2018 von der Leitstelle alarmiert, weil sich
zwei Urlauber im Bereich des Großen Winterberges auf Grund von stark vereisten Wegen nicht
mehr weiter trauten.
Beim Telefonat mit den Urlaubern stellte der Kamerad der Bergwacht fest, dass beide unverletzt und bei
Kräften waren.
Da ihr aktueller Standort auf einem breiten Fahrweg in der Nähe des Großen Winterberges war,
beschrieb der Fachberater ihnen den Weg zur Fahrstraße nach Schmilka.
Beim Einbruch der Nacht kam dann die Rückmeldung der Wanderer, dass sie wohlbehalten in
Schmilka angekommen seien.
Fachberater sind Kameraden der Bergwacht, welche die Sächsische Schweiz sehr gut kennen und auch Einsatzsituationen durch Ihre langjährige Erfahrung sehr gut einschätzen können. 

Zum späten Vormittag wurde die Bereitschaft Bad Schandau zu einem 30 jährigen Wanderer gerufen, der entlang der Kirnitzsch auf dem Flößersteig mit einem Bekannten wandern war.
Auf Höhe des Forsthauses rutschte er auf schrägem und matschigen Untergrund aus. Dabei zog er sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu.
Zusammen mit dem Rettungsdienst eilten wir vom Parkplatz Forsthaus zum Patienten. Dort führten die Kameraden der Bergwacht zusammen mit der Besatzung des RTW die Erstuntersuchung, Schienung und die Vorbereitung zum Abtransport durch.
Zum Abtransport wurde eine Seilsicherung über die Kirnitzsch errichtet. An dieser gesichert, transportierte die Bergwachtbereitschaft den Patienten auf direktem Weg durch den Fluss zur nahen Straße. Hier wurde er für den Weitertransport in den Rettungswagen umgeladen und danach ins Krankenhaus gefahren.

Die Bergwacht Bad Schandau wurde zur Mittagszeit zu einem Wanderunfall am Kleinhennersdorfer Stein im Bereich der Höhlen gerufen.
Eine Wandergruppe war dort unterwegs und eine 58-jährige Frau rutschte auf glatten Untergrund aus und knickte mit dem Sprunggelenk um.
Nach dem wir, die Kameraden der Bergwacht Bad Schandau, am Patienten eingetroffen waren, führten wir einen Körpercheck durch, schienten das betroffene Gelenk und transportierten die Gestürzte mit der Korbtrage zum Rettungswagen.
Dieser stand in Papstdorf am „Rapsdörfel“ (Verlängerung der Straße) bereit und brachte die Patientin anschließend ins Krankenhaus.

Um die Mittagszeit bekam die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau einen Einsatzalarm.
Ein Bergsteiger aus Tschechien wanderte durch das Schrammsteingebiet betrachtet sich die Wege am Vorderen Torstein. Dabei boulderte er am Einstieg des „Erkerweges“.
In ca. 2 m Höhe stürzte er aus bisher ungeklärter Ursache ab und landete unsanft zwischen den darunterliegenden Blöcken.
Nach dem Eintreffen am Unfallort führten wir den „Bodycheck“ durch, schienten sein in Mitleidenschaft gezogenes Sprunggelenk und versorgten die Kopfplatzwunden sowie die Schürfwunden.
In der Korbtrage mit Bergesack und Vakuummatratze transportierten wir den Patient zum bereitstehenden RTW an das Schrammtor.
Ab da erfolgte die Weiterversorgung und der Transport durch den Rettungsdienst.


Die Bergwacht Bad Schandau startete die neue Einsatz-Saison bereits am Neujahrsmorgen und zwar auf dem Lilienstein.
Ein 53 jähriger Mann hatte zusammen mit Freunden am Silvesterabend auf dem Lilienstein gefeiert und im Nebengebäuder der Gaststätte übernachtet.
Beim nächtlichen Toilettengang kam es zum Sturz aus dem Doppelstockbett und zur unsanften Landung auf dem Rücken.
Da die Schmerzen am Morgen nicht weniger geworden waren und der Patient sich kaum bewegen konnte, wurde der Notruf gewählt.
In einer knappen halben Stunde nach Alarmierung war die Bereitschaft vor Ort und konnten den Patienten mit einem „Body-Check“ auf mögliche Verletzungen untersuchen.
Um einen zügigen Abtransport in das nächste Krankenhaus zu ermöglichen, lagerten wir den Patienten auf einer Vakuummatratze im Luftrettungsbergesack.
So stabilisiert transportierten die Kameraden den Patienten zu der Freifläche am Obelisk und bereiteten den Abtransport mit dem ebenso alarmierten Rettungshubschrauber „Christoph 62“ vor.
Wenig später konnte der Patient zusammen mit dem Luftretter an der Winde zum Hubschrauber aufgewincht und in diesen eingeladen werden.
Dieser transportierte den Patienten in ein Krankenhaus nach Dresden.