Einsatzgeschehen 2018

 
Wanderer fanden am Nachmittag einen bewusstlosen Mann, welcher im oberen Teil der „Heiligen Stiege“ auf dem Wanderweg lag.
Nach Eintreffen vor Ort führten die Bergwächter der  Bereitschaft Bad Schandau die Erstuntersuchung durch, sicherten die Sauerstoffversorgung, lagerten den Patienten auf der mitgebrachten Vakuummatratze im Luftrettungs-Bergesack und überwachten die Vitalfunktionen bis zum Eintreffen des Hubschrauber-Notarztes.
Der Notarzt wurde mittels Winde in der Nähe des Einsatzortes abgesetzt und führte weitere Untersuchungen durch. Dabei stellte er einen traumatischen Pneumothorax (Luftansammlung im Brustkorb) fest. Für erweiterte Kontrollen der Vitalfunktionen wurde ein mobiles Überwachungsgerät angeschlossen und der Patient für den Abtransport an der Winde des Rettungshubschraubers vorbereitet.
15 Minuten nachdem der Patient vom Unfallort geborgen wurde, konnte er in einem Dresdner Krankenhaus untersucht werde, wobei noch eine Beckenverletzung festgestellt wurde.
Wie es zu den Verletzungen kommen konnte, ist bisher noch nicht geklärt.
 
Heute wurde die Bereitschaft der Bergwacht mit Sitz in Bad Schandau zum Nachmittag an den „Großen Lorenzstein“ gerufen. Dort war ein 38 jähriger Kletterer aus ca. 6 m Höhe aufgrund eines Griffausbruches abgestürzt. Da er keine Zwischensicherung gelegt hatte, stürzte er bis zum Boden und zog sich dabei Verletzungen am Rücken zu.
Nach der Erstuntersuchung wurde der Patient auf der Vakuummatratze stabil gelagert. Der Abtransport vom Unfallort erfolgte mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 62“ und dessen Winde. Nach einer Zwischenlandung in Ottendorf bei Sebnitz, wurde der Verletzte weiter in ein Krankenhaus nach Dresden geflogen.

Am Ostermontag benötigte ein 39 jähriger die Hilfe der Bergwacht Bad Schandau. Er war zur Schrammsteinaussicht hinaufgestiegen und wollte kurz unter der Aussicht Fotos machen. Dabei bekam er Knieprobleme, sodass er nicht mehr weiter wandern konnte.
Die Kameraden der Bergwachtbereitschaft stiegen zu dem Verletzten auf, schienten das Knie und bereiteten ihn für den Abtransport mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 62“ vor. Nach Windenrettung flog der Rettungshubschrauber den Patienten dann  in ein Dresdner Krankenhaus.

Zeitgleich zu dem vorherigen Einsatz hatte ein 15 jähriger in der Nähre der Breiten-Kluft-Aussicht ein Geländer bestiegen, wobei er von diesem herunter stürzte. Bei dem Sturz zog er sich eine Knieverletzung zu, wodurch er nicht weiter laufen konnte.
Wir teilten die Einsatzkräfte auf und entsandten die Quad-Besatzung zu dem Patienten. Bei der Einsatzabwicklung unterstützen uns noch weitere Kameraden, welche zufällig gerade in der Nähe waren.
Das betroffene Knie des Patienten wurde geschient. Der Abtransport erfolgte dann mit dem Quad bis zum Übergabepunkt, wo der Rettungsdienst bereits wartete.


Am Ostersonntag wurde die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau als Tragehilfe nach Naundorf gerufen. Auf dem Malerweg wurde ein 55 jähriger Wanderer durch den Rettungsdienst reanimiert. Unsere Aufgabe sollte es sein, den Patienten vom Notfallort zum Rettungswagen zu transportieren.
Leider waren die Bemühungen des Rettungsdienstes ohne Erfolg, so dass wir noch während der Anfahrt von der Leitstellen zurück zu unserer Wache beordert wurden.

Am Karfreitag alarmierte uns die Leitstelle in Dresden, weil sich eine 58 jährige Frau auf einem schlammigen Wegstück das Sprunggelenk verletzt hatte. Sie kam vom Rauenstein und wollte weiter nach Wehlen, als sie sich auf dem rutschigen Untergrund die Verletzung zuzog.
Mit den Fahrzeugen der Bereitschaft Bad Schandau war es möglich, bis zum Unfallort zu gelangen. Dort unterstützten wir den vor Ort befindlichen Rettungsdienst bei der Versorgung der Patientin. Mit unserem Geländewagen transportierten wir sie dann nach Weißig, wo eine unkomplizierte Umlagerung möglich war.

Wieder zur Mittagszeit ging ein Einsatzalarm ein. Eine 40 jährige Urlauberin hatte die „Heilige Stiege“ bei Schmilka erklommen und sich beim Sprung über eine kleine Spalte (zum Fotografieren) das Knie verletzt.
Eine halbe Stunde später war die Bergwacht Bereitschaft vor Ort und konnte ihr lädiertes Knie schienen. Mit Unterstützung des Rettungshubschraubers „Christoph 62“ wurde die Frau mittels Winde vom Unfallort ausgeflogen.


Auf dem Rückweg zur Wache wurden wir die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau erneut alarmiert. Unweit vom ersten Einsatzort, im Zustieg zum Carolafelsen, hatte sich ein 29 jähriger Urlauber das Sprunggelenk gebrochen. Durch den kurzen Anmarsch war eine schnelle Versorgung möglich. Nachdem der Rettungshubschrauber wieder frei war, konnte auch dieser Patient mittels Winde vom Unfallort ausgeflogen werden.


Gegen Mittag wurde die Bergwacht zu einem Absturz an den Pfaffenstein gerufen. Bei der Abgestürzten handelte es sich um eine 14 jährige Hündin, welche unangeleint auf dem Pfaffenstein mit ihrer „Familie“ unterwegs war. Das Tier war plötzlich einfach weggelaufen. Die Besitzer konnten die Hündin später am Wandfuß des Pfaffensteines ausmachen. Dort konnte die Bereitschaft Bad Schandau die Hündin nur noch tot bergen.

Am Sonntag den 11.03.2018 wurde die Bergwacht vom Rettungsdienst nachgefordert.
Ein Mann aus der Lausitz war auf dem Wanderweg „Schindergraben“ bei Hohnstein unterwegs,
als er auf einer vereisten Stelle ausrutschte.
Beim Sturz zog er sich eine schwere Schnittverletzungen am Bein zu.
Da der Patient bereits durch den Notarzt und die Rettungswagenbesatzung medizinisch
versorgt worden war, kümmerte sich die Bereitschaft Bad Schandau um den Abtransport des Patienten mittels Korbtrage.

Die Fachberater der Bereitschaft Bad Schandau wurden am Nachmittag des 02.03.2018 von der Leitstelle alarmiert, weil sich
zwei Urlauber im Bereich des Großen Winterberges auf Grund von stark vereisten Wegen nicht
mehr weiter trauten.
Beim Telefonat mit den Urlaubern stellte der Kamerad der Bergwacht fest, dass beide unverletzt und bei
Kräften waren.
Da ihr aktueller Standort auf einem breiten Fahrweg in der Nähe des Großen Winterberges war,
beschrieb der Fachberater ihnen den Weg zur Fahrstraße nach Schmilka.
Beim Einbruch der Nacht kam dann die Rückmeldung der Wanderer, dass sie wohlbehalten in
Schmilka angekommen seien.
Fachberater sind Kameraden der Bergwacht, welche die Sächsische Schweiz sehr gut kennen und auch Einsatzsituationen durch Ihre langjährige Erfahrung sehr gut einschätzen können. 

Zum späten Vormittag wurde die Bereitschaft Bad Schandau zu einem 30 jährigen Wanderer gerufen, der entlang der Kirnitzsch auf dem Flößersteig mit einem Bekannten wandern war.
Auf Höhe des Forsthauses rutschte er auf schrägem und matschigen Untergrund aus. Dabei zog er sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu.
Zusammen mit dem Rettungsdienst eilten wir vom Parkplatz Forsthaus zum Patienten. Dort führten die Kameraden der Bergwacht zusammen mit der Besatzung des RTW die Erstuntersuchung, Schienung und die Vorbereitung zum Abtransport durch.
Zum Abtransport wurde eine Seilsicherung über die Kirnitzsch errichtet. An dieser gesichert, transportierte die Bergwachtbereitschaft den Patienten auf direktem Weg durch den Fluss zur nahen Straße. Hier wurde er für den Weitertransport in den Rettungswagen umgeladen und danach ins Krankenhaus gefahren.

Die Bergwacht Bad Schandau wurde zur Mittagszeit zu einem Wanderunfall am Kleinhennersdorfer Stein im Bereich der Höhlen gerufen.
Eine Wandergruppe war dort unterwegs und eine 58-jährige Frau rutschte auf glatten Untergrund aus und knickte mit dem Sprunggelenk um.
Nach dem wir, die Kameraden der Bergwacht Bad Schandau, am Patienten eingetroffen waren, führten wir einen Körpercheck durch, schienten das betroffene Gelenk und transportierten die Gestürzte mit der Korbtrage zum Rettungswagen.
Dieser stand in Papstdorf am „Rapsdörfel“ (Verlängerung der Straße) bereit und brachte die Patientin anschließend ins Krankenhaus.

Um die Mittagszeit bekam die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau einen Einsatzalarm.
Ein Bergsteiger aus Tschechien wanderte durch das Schrammsteingebiet betrachtet sich die Wege am Vorderen Torstein. Dabei boulderte er am Einstieg des „Erkerweges“.
In ca. 2 m Höhe stürzte er aus bisher ungeklärter Ursache ab und landete unsanft zwischen den darunterliegenden Blöcken.
Nach dem Eintreffen am Unfallort führten wir den „Bodycheck“ durch, schienten sein in Mitleidenschaft gezogenes Sprunggelenk und versorgten die Kopfplatzwunden sowie die Schürfwunden.
In der Korbtrage mit Bergesack und Vakuummatratze transportierten wir den Patient zum bereitstehenden RTW an das Schrammtor.
Ab da erfolgte die Weiterversorgung und der Transport durch den Rettungsdienst.


Die Bergwacht Bad Schandau startete die neue Einsatz-Saison bereits am Neujahrsmorgen und zwar auf dem Lilienstein.
Ein 53 jähriger Mann hatte zusammen mit Freunden am Silvesterabend auf dem Lilienstein gefeiert und im Nebengebäuder der Gaststätte übernachtet.
Beim nächtlichen Toilettengang kam es zum Sturz aus dem Doppelstockbett und zur unsanften Landung auf dem Rücken.
Da die Schmerzen am Morgen nicht weniger geworden waren und der Patient sich kaum bewegen konnte, wurde der Notruf gewählt.
In einer knappen halben Stunde nach Alarmierung war die Bereitschaft vor Ort und konnten den Patienten mit einem „Body-Check“ auf mögliche Verletzungen untersuchen.
Um einen zügigen Abtransport in das nächste Krankenhaus zu ermöglichen, lagerten wir den Patienten auf einer Vakuummatratze im Luftrettungsbergesack.
So stabilisiert transportierten die Kameraden den Patienten zu der Freifläche am Obelisk und bereiteten den Abtransport mit dem ebenso alarmierten Rettungshubschrauber „Christoph 62“ vor.
Wenig später konnte der Patient zusammen mit dem Luftretter an der Winde zum Hubschrauber aufgewincht und in diesen eingeladen werden.
Dieser transportierte den Patienten in ein Krankenhaus nach Dresden.