Einsatzgeschehen 2015

Ein tragischer Unfall ereignete sich am Silvesternachmittag kurz vor 15 Uhr nahe Rosenthal-Bielatal. Eine Gruppe wanderte über den Höllochweg zum Lampertsstein. Sie wollte das Jahr mit einem Spaziergang in der Sächsischen Schweiz ausklingen lassen. Ein Mann (80) aus Glashütte lief als Letzter. Die Leute bewältigten gerade einen Aufstieg. Es ging steil über felsige Steine bergauf. Nur rechts war ein Geländer zum Festhalten. Plötzlich war der 80-Jährige verschwunden. Seine Frau drehte sich um, und sah ihn nicht mehr. Ein paar Schritte zurück dann der Schock: Der Mann lag rund zehn Meter weiter unten am Fuß des Felsens. Er war abgestürzt und mit dem Kopf auf den Felsen aufgeschlagen. Womöglich hatte der Wanderer das Gleichgewicht verloren, war ausgerutscht oder hatte plötzlich gesundheitliche Probleme.
Gleich zu zwei Einsätzen wurden die Kameraden der Bergwacht von Bad Schandau und Sebnitz am Dienstagnachmittag gerufen. Gegen 14.40 Uhr verunglückte auf dem Felsplateau des Gohrisch eine 48-jährige Frau. Sie war beim Wandern gestürzt und mit dem Fuß umgeknickt. Die Retter sowie ein Hubschrauber aus Bautzen eilten ihr zu Hilfe. Sie wurde an einem Bergetau des Helikopters ausgeflogen und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Von Gohrisch ging es zum nächsten Einsatz ins Kirnitzschtal. Am Gipfel Rätselturm war ein 28-jähriger Kletterer beim Nachstieg in einen sogenannten Kamin abgerutscht. Er verletzte sich am Oberarm. Die drei Luftretter wurden mit dem Rettungshubschrauber zum Unglücksort geflogen. Da es langsam dunkel wurde, war höchste Eile geboten. Zwei Kameraden seilten sich zu dem 28-Jährigen ab. Sie zogen ihn an einem Gurt nach oben. Auch er wurde mit dem Hubschrauber ausgeflogen und in eine Klinik gebracht. Insgesamt waren neun Kameraden aus Bad Schandau und Sebnitz bis zum frühen Abend im Einsatz.
die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau wird zu zwei Unfällen gerufen.  Zum einen waren wir am Langen Israel im Bateigebiet. Auch am Meurerturm verunglückte ein Kletterer und wurde von den Einsatzkräften versorgt.
In der Sächsischen Schweiz kämpfen Feuerwehrleute bei Bad Schandau gegen einen Waldbrand. Auf einem schwer zugänglichen Gebiet am Dowächter - in der Nähe der Affensteine - brennt eine etwa zwei Fußballfelder große Fläche. Das Feuer frisst sich die Hänge hinab, teilte Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack mit.
Über 80 Feuerwehrleute von den Feuerwehre aus der Region sind im Einsatz, sie müssen durch den Wald fahren, mit einem Traktor und einem Raupenfahrzeug kommen sie zum Brandort. Eine etwa 1000 Meter lange Schlauchleitung wurde gelegt.
Auch ein Löschhubschrauber aus Berlin wurde angefordert, seit dem Mittag ist der Hubschrauber im Einsatz. Der Brand ging offenbar von einem Lagerfeuer aus. Wie Bürgermeister Kunack mitteilte, sei ein Schlafsack und Essensreste entdeckt worden.