Einsatzgeschehen


Zu einem Einsatz am Tag vor Heiligabend musste die Bergwacht ins Rathener Gebiet ausrücken. Kurz nach dem Mittag war am Gamrig ein Kletterer abgestürzt. Beim Vorstieg am Heidestein, Weg Südwestrippe (Schwierigkeitsgrad III) war der 35 Jahre alte Mann einer Zweierseilschaft abgerutscht und rund fünf Meter tief gestürzt. Beim Aufprall auf dem gefrorenen Boden zog er sich schwere Fußverletzungen zu.

Die Bergwacht-Alarmgruppen aus Bad Schandau und Sebnitz rückten aus. Gemeinsam mit der Besatzung des Bad Schandauer Rettungswagens des DRK eilten die Bergretter zum Unfallort und versorgten den frierenden Mann zunächst notdürftig.

Mittels Schleifkorbtrage und Bergwacht-Fahrzeug wurde der 35-Jährige zum Rettungswagen transportiert und dort im Warmen medizinisch behandelt. Der Rettungsdienst fuhr den Verunglückten anschließend zunächst ins Klinikum Pirna und später in die Uniklinik nach Dresden.

Die Bereitschaft Bad Schandau beendet das Jahr mit 76 Einsätzen/Alarmierungen und übertrifft erneut die Zahlen aus den Vorjahren.


Ein stiller Einsatz ist ein Einsatz, wo nur die Fachberater alarmiert werden und hier die Entscheidung getroffen wird, dass nicht die komplette Bereitschaft alarmiert werden muss.
Zu solch einem stillen Einsatz kam am 18.12. Drei junge Leute hatten sich am Sonnabend in unwegsames Gelände rechts des Bergsteiges am Gr. Winterberg verirrt und saßen dort im Dunklen ohne Lampen fest. 2 Bergretter stiegen auf und leuchteten den Wanderern heim.

Zu diese Art von Einsätzen kommt es mehrfach im Jahr. Hierbei handelt es sich oft um Wanderer, welche schlecht ausgerüstet ins Gebirge gehen und von der hereinbrechenden Nacht überrascht werden.
Eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz sollte immer mit einsprechenden Proviant, Wasser, Wanderkarte, geladenem Mobiltelefon und mit angepasster Kleidung und festem Schuhwerk erfolgen!


Am Montagabend rückten zwei Kameraden der Bergwachtbereitschaft Bad Schandau aus. Zwei Wanderer wurden von der Dunkelheit überrascht und baten um Hilfe. Die beiden befanden sich auf der Oberen Affensteinpromenade, unweit der Kletterfelsen Domnadel und Däumling. Die Bergwächter fand die Männer im Schein ihrer Stirnlampen. Über die Zahme Hölle wurden sie zurück in die Zivilisation geführt.

Am Dienstagabend wurden erneut zwei Wanderer von der Dunkelheit überrascht. Die beiden saßen im oberen Bereich der Zwillingsstiege fest. Lampen hatten sie nicht dabei. Drei Schandauer Bergretter stiegen auf und führten die Wanderer sicher ins Tal.

Am heutigen Buß- und Bettag wurde die Bergwacht gegen 11 Uhr zu einem Einsatz in Schmilka gerufen. Eine junge Frau war am Zustieg zur Rübezahlstiege auf nassem Fels abgerutscht und unglücklich mit dem Fuß aufgekommen. Sechs Kameraden der Bergwacht von Bad Schandau eilten zum Einsatzort. Der Weg im Heringsgrund wurde durch zahlreiche umgefallene Bäume blockiert. Vor Ort wurde die Wanderin zunächst notdürftig versorgt und dann 20 Meter zum Wandfuß abgeseilt. Dort wurde sie medizinische behandelt. Mittels einer Korbtrage folgte der Abtransport zum Wanderweg.
In der Zwischenzeit hatte die nachalarmierte freiwillige Feuerwehr von Bad Schandau den Weg im Heringsgrund freigesägt und so konnte die Verunfallte mit dem Bergwachtfahrzeug zum wartenden Rettungswagen gebracht werden. Eine Luftrettung mittels einem Rettungshubschrauber war aufgrund des Nebels nicht möglich.
 
Kurort Rathen / Gohrisch. Helfer der Bergwacht Alarmgruppe Bad Schandau und der Alarmgruppe Pirna haben heute Nachmittag einen tschechischen Bergsteiger aus seiner misslichen Lage befreit. Der 25 Jahre alte Mann saß am Großen Wehlturm fest und kam an der 80 Meter hohen Nordkante (IXb, Erstbegehung von Bernd Arnold 1978) nicht mehr weiter – weder vor noch zurück. Gegen 13.30 Uhr hatten seine beiden Nachsteiger vom Boden aus Hilfe angefordert.
In der Annahme, dass der Felsen auf der Nordseite und in den Kaminfolgen des Alten Weges klamm ist und noch mit einer Restfeuchte überzogen sein könnte, entschied die Bergwacht sich, bei dem Rettungseinsatz den Hubschrauber zu verwenden, denn die oben genannten Bedingungen hätten nicht nur die Rettungsdauer verlängert, sondern stellen auch ein Risiko für die Retter dar.

Von der Wiese am Gamrig oberhalb von Kurort Rathen (unweit Waltersdorf) flog der Rettungshubschrauber Christoph 62 zum Großen Wehlturm und setzte dort auf dem Gipfel zwei Zweier-Teams der Bergwacht ab. Ein Helfer seilte sich zunächst von oben aus zu dem betroffenen Kletterer ab, sicherte diesen und seilte dann mit dem hilfesuchenden Sportfreund gemeinsam sicher zum Boden ab. Danach seilte ein weiterer Bergretter ab und baute die Sicherungsschlingen, die der junge tschechische Bergsteiger am Fels gelegt hatte, aus. Die zwei zur Sicherung auf dem Gipfel verbliebenen Bergwächter wurden nach erfolgter Rettung vom Gipfel zurück geflogen. Gegen 16.30 Uhr konnte die Bergwacht ihren Einsatz beenden. Der Kletterfreund blieb unverletzt.

Bereits am Vormittag musste die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau einen verunglückten 76jährigen Wanderer aus dem Wald retten und dem Rettungsdienst zuführen. Der Mann aus Halle war mit seiner Familie am Spitzstein nahe dem Gohrischer Ortsteil Cunnersdorf wandern. Er war gegen 11.20 Uhr an einer Wurzel auf den Stufen des Wanderweges ausgerutscht und gestürzt. Die Helfer versorgten den Mann zunächst an Ort und Stelle und brachten ihn dann zum Rettungswagen, der den Urlauber in die Klinik fuhr.
 
Die Kameraden der Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau wurden am Dienstagmittag zu einem Einsatz in den Schrammsteinen alarmiert. Dort war ein achtjähriges Mädchen beim Abstieg über den Jägersteig vom Schrammstein Gratweg an einer Treppe rund fünf Meter tief gestürzt und hatte sich Verletzungen am Kopf und im Gesicht zugezogen, welche glücklicherweise nicht lebensbedrohlich waren.Fünf Bergwächtler der Alarmgruppe eilten zu Hilfe, versorgten das Kind und betreuten die begleitende Familie. Das Mädchen wurde in einer Korbtrage zum Schrammtor transportiert und von dem dort wartenden Rettungswagen übernommen und zur nahegelegenen Wildwiese gefahren.Dort war bereits der alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen mit dem Notarzt eingetroffen, der das Kind zur weiteren Untersuchung und Behandlung in eine Dresdner Klinik flog.
Es war bereits der 61. Einsatz für die Bergwachtbereitschaft Bad Schandau in diesem Jahr und damit fast auf gleichem Niveau wie im Jahr 2020.
 
Am Sonntag benötigte ein 60-jähriger Radfahrer fachliche Unterstützung. Er war zwar unverletzt, hatte sich aber auf seiner Tour im Grenzgebiet bei Hinterhermsdorf in der Zeitplanung vertan und war in die Dunkelheit geraten. Völlig orientierungslos und von umgestürzten Totholz umgeben, wählte er, knapp zwei Stunden nachdem es finster war, den Notruf. Durch die Rettungsleitstelle wurde die Bergwacht kontaktiert, die wiederum telefonisch mit dem Mann Kontakt aufnahm, ihn per Koordinaten lokalisierte und versuchte, in die richtige Richtung zu navigieren. Eine eventuelle Suche und Anfahrt war aufgrund umgestürzter Bäume, verlegter Zufahrtswege nicht möglich und viel zu gefährlich.
 
Die Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau hat dieses Wochenende Hüttendienst im Bielatal. Kurz nach 12 Uhr ertönt das Telefon. Ein Einsatz mit Ziel Labyrinth bei Langhennersdorf. Die Dienstmannschaft ist schnell vor Ort und findet einen verletzten Wanderer, welcher beim Durchqueren der engen Gänge im Labyrinth abgestürzt war und sich eine stark blutende Kopfplatzwunde zugezogen hatte.
Der rüstige Rentner wurde durch die zeitgleich eingetroffene RTW-Besatzung medizinisch versorgt. Den anschließenden Transport zum Rettungswagen übernahmen wieder die Bergwächtler. Der Patient wurde in das nahe Krankenhaus gefahren.
 
Am Donnerstag wurde die Bergwacht gegen 19 Uhr erneut alarmiert, diesmal ging es um einen Wanderer, der von der ganz plötzlich hereinbrechenden Dunkelheit überrascht wurde und der zudem seiner "Komoot" HandyApp folgend, vom Torsteingratweg in Nähe des Klettergipfels Tante nordseitig in den Vorderwinkel (Sandreiße) abgestiegen war. Nun existiert dort, anders als in der App dargestellt,  kein Wanderweg und der 43 Jährige steckte alsbald in steilem Gelände fest und konnte weder vor noch zurück. In einer 3 stündigen Aktion wurde er von Mitgliedern der Bereitschaften Pirna und Bad Schandau aus seiner misslichen Lage befreit.
Das Team verpasste dadurch leider die in der Feuerwehrwache Bad Schandau zeitgleich stattfindende medizinische Bergwacht-Weiterbildung mit einem exzellenten Vortrag von Herrn Dr. Christian Schmidt, Chefarzt der Unfallchirurgie am KH Sebnitz.
 
Die Kameraden der Bergwacht (Bereitschaft Schandau) wurden gegen 11 Uhr zu einem Einsatz nach Wehlen gerufen. Unterhalb der Gaststätte "Steinerner Tisch" auf dem Schwarzbergweg hatte eine 72 jährige Wanderin Kreislaufprobleme. Nach Erstversorgung wurde die Frau zum RTW transportiert, dessen Besatzung sich um alles weitere kümmerte.
 

Die Kameraden der Bergwacht aus der Station Bielatal waren in der Nacht zum Samstag und am Sonntagmittag im Einsatz. 

25.09.2021, 22:20 Uhr Bielatal Cunnersdorf, Müllerstein Boofe

Älterer Mann (65) etwas über 15 Meter aus Boofe abgestürzt, schwer verletzt, aber weich gelandet. Nach Rettung kam der Verletzte mit dem Rettungsdienst in das Klinikum Pirna. 

 

26.09.2021 13:25 Uhr: Schweizermühle im Bielatal Herkulessäulen, junge Frau (33, Kletterin) aus Berlin beim Abseilen gestürzt ist und am Becken, Hintern, Po verletzt, ist 3 Meter im Seil runter gerutscht. 

Schweizermühle im Bielatal Herkulessäulen, junge Frau (33, Kletterin) aus Berlin beim Abseilen gestürzt ist und am Becken und Po verletzt, ist 3 Meter im Seil runter gerutscht. 

 

Die Rettung von zwei verletzten Frauen war für die Bergwacht am Mittwoch wieder einmal eine Herausforderung.Gegen 13.25 Uhr wurde der Rettungstrupp zu einem Einsatz nach Hinterhermsdorf gerufen. Auf dem Wanderweg „Tunnelweg“ war eine 57-jährige Frau beim Abstieg vom Königsplatz in Richtung Hollstraße gestürzt und hatte sich am Bein verletzt. Bergretter der Bereitschaften Bad Schandau, Sebnitz und Pirna eilten zum Ort des Geschehens. Aufgrund umgestürzter Bäume, Totholz und ausgespülter Wege war dies nicht ganz einfach und erschwerte die Rettung. Nach Ankunft versorgten die Retter die Patientin und transportierten sie über den Steilhang zum Bergwacht-Fahrzeug und übergaben sie schließlich an den Rettungsdienst.  Ein Hubschraubereinsatz zum Ausfliegen per Winde war aufgrund der Vielzahl abgestorbener Bäume nicht möglich.

Einen weiteren Einsatz der Bergwacht gab es am Abend. Gegen 19 Uhr wurde ein Alarm ausgelöst. Eine 26-jährige Wanderin war auf Malerwegtour in der Nähe der Goldsteinaussicht und hatte erhebliche Magen-Darm- sowie Kreislaufprobleme nachdem sie vom Flusswasser aus der Kirnitzsch getrunken hatte. Die Bereitschaften Bad Schandau und Sebnitz machten sich auf den Weg und auch der Rettungshubschrauber wurde zum Zeughaus geschickt. Ein direkter Anflug scheiterte wiederum am Totholz, auch der ehemals gut befahrbare Roßsteig ist mittlerweile aufgrund von umgestürzten Bäumen und hochwasserbedingten Ausspülungen selbst für die Geländefahrzeuge der Bergwacht nicht mehr passierbar. Nur zu Fuß erreichten die Kameraden und der Notarzt die Patientin, die nach entsprechender Versorgung auf zwei Helfer gestützt zum Fahrzeug laufen konnte. Mit dem Rettungswagen wurde die junge Frau im Anschluss in eine Klinik gefahren. 

 
Am Samstagmorgen ist ein 27-Jähriger beim Klettern in der Sächsischen Schweiz abgestürzt. Der Mann wollte gemeinsam mit einem weiteren Kletterer über den Alten Weg auf den Klettergipfel Große Hunskirche am Papststein steigen. Von der großen Plattform aus nahm der 27-Jährige als Vorsteiger den Ausstieg der Südwand in Angriff. Dort stürzte er dann in die Tiefe. Auch eine gelegte Schlinge konnte den Aufprall auf die vier Meter tiefer befindliche Felsterrasse nicht verhindern. Gegen 8.10 Uhr wurde die Bergwacht alarmiert, die Bereitschaften Bad Schandau und Pirna stiegen zum Verletzten auf und versorgten dessen Fußverletzungen. Ein Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen zog den Verletzten schließlich mit einer Winde nach oben und flog ihn in eine Dresdner Klinik.
 
Heute gegen 15 Uhr wurden die Bergwacht-Bereitschaften Bad Schandau und Pirna zu einem Wanderunfall im Bielatal gerufen. Eine 60jährige Urlauberin war am Aussichtsfels „Nachbar“ oberhalb der Schweizermühle auf nassem Fels gerutscht und ca. 2 m abgestürzt. Aufgrund der Unfallmeldung mit Kopfverletzung kam primär auch der Hubschrauber Christoph 62 (DRF) aus Bautzen zum Einsatz.
Nach Erstversorgung durch die Bergwacht und den Rettungsdienst wurde die Verletzte mit der Winde des Rettungshubschraubers aus dem felsigen Gelände gezogen und in eine Dresdner Klinik geflogen.

Kurz nachdem die Bergwacht ihren Einsatz am Falkenstein beendet hatte, gab es gegen 16:30 Uhr eine weitere Alarmierung durch die Rettungsleitstelle in Dresden. Diesmal hatte sich ein 59 jähriger Tourist beim Aufstieg zur Schrammsteinaussicht im oberen Teil am Sprunggelenk verletzt und war selbst nicht mehr in der Lage den Weiterweg zu bewältigen. Die Kameraden der Bereitschaften Sebnitz und Bad Schandau stiegen mit kompletter Ausrüstung zu Fuß auf und trafen nur kurze Zeit später beim Patienten ein. Parallel wurde der Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen zum Einsatzort geschickt. Nach Erstversorgung wurde der Patient mit einer Seilwinde aus dem schwierigen Gelände ausgeflogen und am Boden an den bereits wartenden Notarzt bzw. Rettungsdienst übergeben und in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Gegen 19 Uhr war der Einsatz beendet.
Für die Alarmgruppe aus Bad Schandau war es bereits der 39 Einsatz im laufenden Jahr.

In den Mittagsstunden des 19.8. kam es am Kletterfels Falkenstein in den Schrammsteinen zu einem Kletterunfall.
Ein 58jähriger Bergsteiger stürzte am Kletterweg "Renger-Gedächtnis-Weg" einige Meter über dem Ring ab und fiel unglücklich auf eine darunter befindliche schräge Felsplatte.
Helfer der Bergwachtbereitschaften Pirna, Sebnitz und Bad Schandau eilten zum Ort des Geschehens und versorgten zusammen mit dem Begleiter des Verunglückten denselben.
Mit Korbtrage und Bergwacht-Fahrzeug wurde er aus dem Wald gebracht und zum Weitertransport in ein Krankenhaus an den Rettungsdienst übergeben..

Wanderunfall am Nachmittag auf dem Wildschützensteig in den Schrammsteinen bei Bad Schandau. Gegen 13 Uhr verunglückte eine 50-jährige Frau auf der Wildschützensteig genannten Stiege. Die Bergwacht aus Bad Schandau und Sebnitz eilten ihr zu Hilfe, versorgten die Verletzte. Anschließend wurde sie mittels Seilwinde aus einer engen Schlucht gezogen und vom Rettungshubschrauber Christoph 62 in ein regionales Krankenhaus geflogen.

Ein 30 Jahre alter Vorsteiger einer Zweierseilschaft stürzte am Dienstagmittag am Pfaffenstein am Klettergipfel Junggeselle rund acht Meter ab. Eine Zwischensicherung verhinderte den Sturz zum Waldboden. Trotzdem verletzte er sich an beiden Füßen und wurde mit Verdacht auf eine Fraktur mit dem Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen mittels Seilwinde ausgeflogen und anschließend in eine Dresdener Klinik gebracht. Im Einsatz waren die Kameraden der Bergwacht Alarmgruppen aus Bad Schandau und Pirna. Für die Bergwacht aus Bad Schandau war es der 32. Einsatz in diesem Jahr.

Zu einem Rettungseinsatz wurde die Bergwacht am Montagmittag gerufen. Eine 61-jährige Frau rutschte am Kleinen Dom in den Schrammsteinen in Bad Schandau ab und verletzte sich. Der Frau, die allein unterwegs war, wurde der lehmig-glatte Boden auf dem Bergpfad vom Kleinen Dom zur Gipfelgruppe Domwächter/Rohnspitze zum Verhängnis. Wegen des schwierigen Terrains in den Schrammsteinen forderte die Bergwacht nach erfolgter Erstversorgung den Hubschrauber Christoph 62 aus Bautzen an, der die Patientin nach einem Zwischenstopp auf einer Wildwiese in ein Dresdner Krankenhaus flog. Das wärmere Wetter lockt wieder vermehrt Ausflügler ins Gebirge und damit gibt es auch mehr Unfälle. Nach dem Einsatz in Schmilka am Sonntag war die Alarmgruppe der Bergwacht Bad Schandau und Sebnitz am Montag damit erneut im Einsatz.

Am Freitagnachmittag, kurz vor 15 Uhr wurden die Kameraden der Bergwacht Bereitschaften Sebnitz und Bad Schandau zu einem Wanderunfall alarmiert. Eine dreiköpfige Urlauberfamilie wollte nach Vorschlag der Wanderkarten-App den Abstieg von der Oberen Affensteinpromenade über den nicht markierten Wilden Grund zur Zeughausstraße absteigen, fanden jedoch nicht den richtigen Wegverlauf. Im steilen felsdurchsetzten Gelände, rutschte der vorauslaufende Vater (44 J.) aus, konnte sich nicht mehr halten und stürzte ca. 20-25 m über den Steilhang und mehrere Felsabsätze ab. Seine Begleiterin verlor ihn aus den Augen, konnte nur noch über Rufen Kontakt aufnehmen und wählte den Notruf. 7 Kameraden der Bergwacht fuhren zum Eingang Großer Dom und machten sich von dort zu Fuß auf die Suche. Ca. 300 m oberhalb im Wilden Grund fanden sie den Abgestürzten schwer verletzt aber bei Bewusstsein. Nur kurze Zeit später traf auch der mit alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen ein und konnte mittels Seilwinde den Notarzt zum Patienten ablassen. Nach Erstversorgung wurde dieser ausgeflogen und mit einem Polytrauma in eine Dresdener Klinik gebracht. Die zur Familie gehörende Frau und ein Kind wurden von der Bergwacht über einen sicheren Abstieg ins Tal begleitet. Gegen 18 Uhr war der Einsatz für die ehrenamtlichen Bergwächtler zu Ende

Fast zeitgleich gab es eine weitere Alarmierung am Bärenstein bei Naundorf. Hier hatte sich ein Wanderer in unwegsames Gelände begeben und sich so verstiegen, dass er nicht mehr eigenständig aus seiner misslichen Lage kam und ebenfalls über die Rettungsleitstelle in Dresden Hilfe anforderte. Hier kamen 3 Kameraden der Bereitschaft Pirna zum Einsatz, die den 61 jährigen Wanderer gesichert beim Abstieg in sicheres Gelände begleiteten. Dieser blieb bei der Aktion zum Glück unverletzt.

Generell lässt sich feststellen, dass mit den Lockerungen der Coronamaßnahmen die Zahlen der Besucher in der Sächsischen Schweiz in kurzer Zeit stark gestiegen sind und sich damit auch die Unfälle vor allem im Wanderbereich mehren. Die Bergwacht rät den Besuchern, sich nur auf gesicherten markierten Wegen zu bewegen und sich nicht selbst zu überschätzen. Ordentliche Wanderausrüstung ist neben geeignetem Kartenmaterial, sicherer Routenwahl und Beleuchtung Grundvoraussetzung für einen entspannten Trip ins Gebirge.


Am Dienstag um 23:30 Uhr wurde die Alarmgruppe der Bergwacht Bad Schandau in einen schon länger währenden Einsatz der Polizei einbezogen. Anhand einer Vermisstenanzeige suchte die Polizei im Gebiet Waltersdorf/Rathen nach einer jungen Frau in psychischem Ausnahmezustand. Unter Zuhilfenahme eines Polizeihubschraubers konnte sie am späten Abend auf dem Lilienstein geortet und von einem Team der Polizei im Gelände gefunden werden. Die Bergwacht sicherte schließlich den Abstieg von Patientin und Polizei über die nordseitige Steiganlage und konnte die Aktion mit Übergabe der jungen Frau an die Notärztin am Fuße des Berges gegen 2 Uhr beenden.
 
Im oberen Teil, in Höhe Klettergipfel „Müllerstein“, trafen zwei junge Männer die die Nacht im Freien verbringen wollten, kurz vor Sonnenuntergang, auf einen ihnen unbekannten Mann von etwa 35 Jahren. Als dieser nach einiger Zeit nicht wieder auftauchte und sie nachschauten, fanden sie dessen Rucksack. Auf Zurufen kam keine Antwort. In ihrer Ungewissheit wanden sie sich an die Rettungsleitstelle in Dresden. Die Mitarbeiter der Leitstelle informierten kurz vor 23 Uhr den Fachberater der Bergwacht und anschließend die Alarmgruppe der Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau zu einer Vermisstensuche in die Schrammsteine bei Bad Schandau. Zusammen mit der hinzugezogenen Polizei machte sich die Bergwacht auf die Suche nach dem verschollenen Mann. Auch ein Polizeihubschrauber wurde in Bereitschaft gehalten, kam aber nicht zum Einsatz.
Während ein Teil der Bergretter zu den zwei Männern am Müllerstein aufstiegen, begab sich der andere Teil zum etwa 50 Meter tiefer gelegenen Wandfuß. Nach kurzer Suche und trotz bereits vollständiger Dunkelheit bestätigte sich der bereits aufgekommene Verdacht. Der verschwundene Wanderer wurde kurz über dem Waldboden, in rund 10 Meter Entfernung zur Felswand leblos aufgefunden. Ein Arzt im Bereitschaftsdienst und die Kriminalpolizei wurden hinzugezogen. Durch den Arzt konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Die Kameraden der Bergwacht warteten bis die Kriminalpolizei am frühen Montagmorgen die Ermittlungen übernahm und führten dann die Bergung am Steilhang bis zum Fahrweg Wenzelweg durch. Hier wurde der Verstorbene an die Kriminalpolizei übergeben.
Während bereits die Morgendämmerung einsetzte, war gegen 5:30 Uhr der Einsatz für die fünf ehrenamtlichen Kameraden der Bergwacht zu Ende!
Laut Polizei handelt es sich bei dem Verunglückten um einen 37-jährigen Mann. Offenbar handelt es sich um einen tragischen Unfall.
 
Ein 44-jähriger Kletterer aus Dresden ist am späten Sonntagnachmittag am Pfaffenstein verunglückt. Eine Zweierseilschaft war am
Nordkopf, Kletterweg Südkante klettern. Im Vorstieg stürzte plötzlich der Dresdner rund sechs bis acht Meter ab und blieb in einer Schlinge auf einem Absatz liegen. Aufgrund seiner Kopfverletzungen war er kurzzeitig bewusstlos. Die Erstversorgung übernahmen die Kletterer einer anderen Seilschaft.
Die Bergwacht von Bad Schandau, Sebnitz und Pirna sowie aus Dresden, die gerade auf dem Rückweg einer Übung in Rosenthal waren, fuhren umgehend zur Unglücksstelle. Ebenfalls eine Besatzung eines Rettungswagens vom DRK Rettungswache Bad Schandau. Die weiterführende Versorgung übernahmen die Kameraden der Bergwacht. Auch den Abtransport mit dem Rettungshubschrauber an einer Winde. Der Verunglückte wurde direkt von der Absturzstelle in einem Bergesack auf eine Wiese unterhalb des Pfaffenstein geflogen und dort weiter medizinisch durch eine Notärztin versorgt. Danach wurde der 44-Jäjrige mit dem Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen in das Krankenhaus nach Dresden-Friedrichstadt geflogen. Am frühen Abend war der Einsatz beendet.
 
Zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage musste die Bergwacht zu einem Rettungseinsatz in die Sächsische Schweiz. Am Freitag gegen 12.30 Uhr wurde sie auf den Lilienstein gerufen. Dort hatte sich ein 72-jähriger Wanderer aus Freital, nachdem er über eine Wurzel gestolpert war, Verletzungen am Kopf zugezogen.
Eine erste Versorgung und Betreuung des Verletzten erfolgte durch die Wirtin des Gasthauses auf dem Lilienstein. Die ebenfalls alarmierte Notärztin vom Rettungshubschrauber Christoph 38 aus Dresden, führte die Versorgung fort.
Der Transport zum Obelisk erfolgte durch die Kameraden der Bergwacht, wo der Patient zusammen mit einem Luftretter vom Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen mittels Winde abgeholt und zur Wiese an der Sellnitz gebracht wurde. Von dort konnte der Patient mit dem Dresdner Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Friedrichstadt geflogen werden.
 
Am Mittwochnachmittag wurden die Kameraden der Bergwacht-Alarmgruppen Bad Schandau und Sebnitz zu den Affensteinen bei Bad Schandau gerufen. Ein 16-jähriger Radfahrer war mit seinem Kumpel auf einer Radtour und stürzte dabei auf der unteren Affensteinpromenade unterhalb vom Bloßstock und verletzte sich. Nach einer Versorgung durch die Bergwacht und Rettungsdienst vom DRK Sebnitz wurde der Verletzte mit dem Rettungswagen zu einer Wiese am Nassen Grund im Kirnitzschtal gefahren. Dort wurde der Verunglückte in einen Rettungshubschrauber umgeladen und in die Dresdner Uniklinik geflogen.
 
Heute Nachmittag wurden die Kameraden der Bergwacht-Alarmgruppen Bad Schandau und Sebnitz ins Polenztal gerufen. Exakt an derselben Unfallstelle wie vor 14 Tagen war ein 76 jähriger Wanderer abgerutscht, unglücklicherweise nicht mehr zum Halten gekommen und 10 Meter tief in die Polenz gestürzt. Sein Wanderfreund stieg etwas seitlich den Hang hinunter und zog den Verunfallten aus dem Wasser. Nach Versorgung durch die Bergwacht wurde der schwerverletzte und unterkühlte Mann vom RTH Christoph 62 in ein Krankenhaus geflogen.
 
Am Sonnabendvormittag verletzte sich ein 35 jähriger Sportler beim Joggen am Pfaffenstein. Auf einer rutschig-nassen Stufe der Nadelöhr-Stiege war er abgerutscht und hatte sich am Fuß verletzt. Die Kameraden und Kameradinnen der Bergwacht Bad Schandau eilten zum Ort des Geschehens und unterstützen die Besatzung des Rettungswagens beim Abtransport des Verunfallten, der anschließend zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gefahren wurde.
 

Am Donnerstag um 13:18 Uhr wurden die Kameraden der Bergwachtalarmgruppe Bad-Schandau und Sebnitz zu einem Wanderunfall ins Polenztal gerufen.
Auf dem steilen Weg zwischen Bockmühle und Scheibenmühle war eine 73 jährige Dame gestürzt und hatte sich schwer verletzt.
Nach Erstversorgung durch die Bergwächter und den Bergwachtarzt wurde sie zu einer nahe gelegenen Wiese transportiert, um von dort mit dem RTH Christoph 62 ausgeflogen zu werden.
An der Unfallstelle selber war dies aufgrund von Totholzbestand nicht möglich.

Zu einem neuerlichen Einsatz wurde die Alarmgruppe der Bergwacht am frühen Mittwoch gegen 9:00 Uhr durch die Leitstelle alarmiert. Diesmal benötigte ein 47jähriger Hilfe, nachdem er allein auf dem Großen Bärenstein unterwegs war und sich beim Sprung von einem Felsblock am Fuß verletzte und nicht mehr allein weiter kam. Zusammen mit den Helfern der Bergwacht traf auch der Rettungsdienst vom DRK Pirna beim Verunglückten ein und übernahmen die Erstversorgung. Beim Abtransport aus dem unwegsamen Gelände wurde die Bergwacht durch den Hubschrauber Christoph 62 aus Bautzen unterstützt, der den Patienten in Begleitung eines Luftretters zum Übergabeplatz mit dem RTW flog. Nachdem die Ärztin vom Hubschrauber den Verletzten untersucht hatte, wurde dieser mit Verdacht auf eine Fraktur mit dem RTW ins nächste Krankenhaus zur weiteren Versorgung transportiert. Im Einsatz waren 8 Kameraden der Alarmgruppen Bad Schandau und Pirna, ein RTW und der RTH C62 aus Bautzen. Gegen 12 Uhr war der Einsatz beendet.

Am späten Dienstagabend gab es erneut einen Einsatz für die Bergwacht. Kurz nach 20 Uhr wurde die Alarmgruppe der Bereitschaft Bad Schandau zur Suche von drei verirrten jungen Wanderern (eine Frau, zwei Männer) gerufen. Eigentlich sollte um diese Zeit und bei nasskalten Witterungsbedingungen niemand mehr im Wald unterwegs sein. Die drei Wanderer aus Dresden waren im Schmilkaer Gebiet unterwegs, als sie aufgrund einbrechender Dunkelheit und fehlender Ortskenntnis vom markierten Weg abkamen und im unwegsamen Gelände nicht weiter fanden. Zudem waren sie nur unzureichend ausgerüstet. Wetterfeste Bekleidung fehlte ebenso, wie ordentliches Kartenmaterial zur Orientierungshilfe und Beleuchtung zur Wegfindung. Nach Alarmierung durch die Rettungsleitstelle Dresden, machten sich zwei Kameraden der Bad Schandauer Bergwacht auf die Suche. Zum Glück konnten die Verirrten noch ihre GPS-Standort mitteilen, was die Lokalisation erleichterte. Dank der Ortskenntnis der Retter wurden die Wanderer gegen 21:15 Uhr in absturzgefährdetem Gelände im Bereich Heilige Stiege/Bussardtürme leicht durchnässt aber wohlbehalten aufgefunden. Durch die Bergretter wurden sie ins Tal geleitet und mit dem Bergwacht-Einsatzfahrzeug zum Bahnhof Bad Schandau gebracht.Der Ausflug hätte auch tragischer verlaufen können, da die Drei ursprünglich beabsichtigten, über die Rübezahlstiege nach Schmilka abzusteigen, diese aber nicht fanden.

 
Am Sonntag, kurz nach 12 Uhr wurde die Bergwacht alarmiert.

Eine 53 jährige Wanderin war im Kleinen Dom im Gebiet der Affensteine unglücklich gestürzt und hatte sich verletzt. Die Kameraden aus Bad Schandau und Sebnitz eilten zum Ort des Geschehens, zeitgleich wurde ob des Unfallgeschehens auch der Rettungshubschrauber Christoph 62 einbezogen.

Nach Erstversorgung durch die Kameraden der Bergwacht und den Bergwachtarzt fiel die Entscheidung zum Windeneinsatz, sprich die Rettung mittels Hubschrauber. Aufgrund der Totholzsituation mit der Vielzahl abgestorbener Fichten gestaltete sich die Suche nach einem passenden Ort zur Abholung schwierig und es wurde der schon von einem früheren Einsatz bewährte Punkt unterhalb des Felsens „Domkanzel“ gewählt. Der stürmische Wind machte jedoch eine Windenrettung unmöglich und nach 2 Versuchen wurde das Manöver abgebrochen, woraufhin die bodengebundene Rettung über die Domstiege erfolgte und die Patientin mit dem Bergwacht-Einsatzfahrzeug zur Wildwiese transportiert wurde, wo sie an den Rettungshubschrauber übergeben werden konnte, der sie schließlich in die Klinik flog.

 

Eine Wanderin zog sich beim Aufstieg auf die Schrammsteinaussicht eine Verletzung am Bein zu. Eine medizinische Versorgung erfolgte durch die Kameraden, der Bereitschaften Bad Schandau, Sebnitz und Pirna, vor Ort. Die Patientin wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber 'Christoph 62' mittels Winde ausgeflogen und auf der "Wildwiese" an den Rettungswagen übergeben.